workshop “‘Weiß’sein auf der Spur” am 19.05.

Der workshop ist kostenlos.

Bitte meldet euch bis zum 17.05.2012 unter der Adresse reclaim.society@yahoo.com an! Alle Fragen, die euch im Zusammenhang mit dem workshop beschäftigen, könnt ihr an dieselbe Adresse stellen.

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‘white’-awareness Workshop

*leider ist der Workshop bereits voll. Wenn du trotzdem Interesse hast, schreib uns einfach ne Mail (s.u.), dass du an nem Workshop interessiert bist oder auf unseren Verteiler möchtest (ca. 1-2 mails pro Monat)*

Am Sonntag, den 4. März (13-19h) bieten wir einen white-awareness Workshop gegen einen Solibeitrag an. In dem Workshop geht es vor allem um Selbstpositionierung, weiße Räume und Widerstand.

Wenn du teilnehmen willst: schreib einfach eine Mail (am besten mit deinem Namen) an: reclaim.society [at]  yahoo.com

(normalerweise bieten wir Workshops nicht gegen Solibeiträge an, diesmal besteht eine Ausnahme weil wir den Workshop neu konzeptualisiert haben und ein ausgiebiges Feedback dazu von euch haben wollen)

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*„Decolonial Days“ Berlin: 16th – 18th of January 2012*

Three lectures by Prof. Ramón Grosfoguel (UC – Berkeley):

Monday Jan 16th, 2 – 4, Room 312, Institut für Europäische Ethnologie
(3rd floor):

„E. Dussel’s Transmodernity / Philosophy of Liberation“
(at the seminar „The Decolonial Turn and Ethnographic Writing“)

Tuesday Jan 17th, 2 – 6, Room 415, Georg Simmel Zentrum
(Entrance Institut für Europäische Ethnologie, 4th floor, then to the left!):

„A Decolonial Perspective applied to Migration“ (Lecture / Discussion)

Wednesday Jan 18th, 2 – 6, Room 415, Georg Simmel Zentrum
(Entrance Institut für Europäische Ethnologie, 4th floor, then to the left!):

Ramón Grosfoguel: „What is Racism?“ (2 – 4)

Uniwatch:
„Methods of Resisting Racism at the German University“ (4 – 6)

*The address for all three events is:
M-str. 41. (Entrance: Institut für Europäische Ethnologie)
U2 – Hausvogteiplatz or Stadtmitte or U6 Stadtmitte.

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Wo ist der Antifaschistische Widerstand?

Kaum hat das neue Jahr begonnen, stehen die Faschist_innen schon wieder auf der Straße:

am 07.01 auf der Demo zum Jahrestag des Mordes an Oury Jalloh durch Dessauer Polizist_innen, wurden drei sich als Afrikanisch bzw. Schwarz Positionierenden Aktivisten von den Polizei brutal und gezielt zusammengeschlagen. Mouctar Bah musste einige Tage im Krankenhaus bleiben.

am 08.01 wurde Hamid-Tahar A. (23) von drei Faschisten zusammengeschlagen, bis er fast einen Genickbruch erlitt. Hamid-Tahar liegt immer noch mit kritischem Zustand im Krankenhaus. Sogar die Polizei (!!) ermittelt wegen versuchten Mordes (das ist ja sonst wirklich nicht ihr Stil, wenn es nicht um weiße geht). Es fand am Freitag (13.01) die Demo „Wenn Rassist[_innen] zuschlagen, sorge dafür, dass sie es nie wieder tun!“ mit 400 menschen statt.

Außerdem fand am 13.01 in Dessau und Magdeburg Kundgebungen und Demonstrationen in Solidarität mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh statt. In Dessau waren nur 40 Antifaschist_innen da (für Magdeburg haben wir keine Angaben gefunden).

Am 14.01 schafften es 1200 Neonazis durch Magdeburg zu marschieren, geschützt von min. 1800 Polizist_innen, weil nur 700 (!!!) Antifaschist_innen vor Ort waren. Am gleichen Tag fand eine Veranstaltung im Berliner Neonazi-schuppen „Zum Henker“ statt, in der sie die Shoa relativiert wurde.

Am 15.01 findet/fand der „Neuhjahresempfang der NPD“ in Erkner (Berlin) statt, zu dem die beiden Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs und Holger Apfel (Bundesvorsitzende der NPD) anwesend sein werden. Es werden ca. 180 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet. Inwiefern sich ein antifaschistischer Protest diesem „Empfang“ entgegenstellen wird, steht noch aus.

Die Antifaschistische Aktion und autonome Antifaschist_innen traten bei all diesen Widerstandsmomenten entweder gar nicht oder in geringen Zahlen und unorganisiert auf. Angesichts der so hohen faschistischen Präsenz auf schlands Straßen sind wir empört, wütend und empfinden es als extrem schmerzhaft, dass die antifaschistische Bewegung sich nicht laut und radikal den Neonazis entgegenstellt. Auch an Solidarität mit den Opfern von faschistischer Polizeigewalt fehlt es gänzlich.

In Anbetracht dieser Umstände stellen sich uns folgende Fragen:

Wie kann es sein, dass zum Gedenken an den weißen Antifaschisten Silvio Maier 5000 Antifas auf die Straßen gehen, aber bei einer Demo in Gedenken an zehn People of Color die durch Nazis mit Staatsunterstützung ermordet worden, die Antifa nicht zu sehen war? Warum gibt es kaum Antifa Präsenz bei Demonstrationen  in Gedenken an Oury Jalloh (insb. In Dessau/Magdeburg), obwohl allgemein bekannt ist, dass der Demozug bereits von Nazis und faschistischen Polizist_innen angegriffen wurde? Warum waren so wenige von uns in Magdeburg, obwohl bekannt war, dass Magdeburg von den Faschos zum nächsten Dresden gemacht werden soll?

Werden die patriarchalen, weißen Strukturen in der Antifa reflektiert? Es scheint bei der fehlenden Solidarität mit of Color Aktivist_innen höchst zweifelhaft. Auch auf den Antifa-Demos wird das Patriarchat immer wieder verteidigt, indem zum Beispiel fast nur weiße ‘Männer’ Entscheidungen treffen und Vorschläge oder Forderungen anderer Menschen ignoriert werden.

Damit keine Missverständnisse entstehen: die Antifa leistet unglaublich wichtige und unverzichtbare Arbeit im antifaschistischen Kampf! Wir reihen uns in diesen Kampf Seite an Seite ein. Aber wir müssen uns besser organisieren! Wir müssen Herrschafts- und Dominanzstrukturen (wie Rassismus, white supremacy und Sexismus) innerhalb unserer Strukturen ‘finden’, analysieren und bekämpfen. Wir sind davon überzeugt, dass nur wenn wir es schaffen, eigene Utopien zu leben, wir diese auch hinaustragen können!

Auch wenn wir alle ein „Privatleben“ haben: antifaschistischer Wiederstand muss 24/7 sein, es kann davon keinen ‘Urlaub’ geben, vor allem nicht wenn faschistische Kräfte innerhalb von Sieben Tagen Sieben Veranstaltungen/ Gewalttaten durchführen!!

One Struggle! One Fight!

Siempre Antifascista!

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rassistische Polizeigewalt nimmt kein Ende

No justice. No Peace!

Es gibt hier keine neutrale Position. Alle die ‘zuschauen’, die nichts tun sind absolut mitschuldig an jedem Schlag, an jedem Mord… denn ohne das Schweigen – damals und heute – könnten Nazis und Bullen nicht von Staat und Justiz geschützt People of Color und Schwarze zusammenschlagen und ermorden…

Wir alle sollten endlich Verantwortung für das was wir (nicht) tun übernehmen, insbesondere die weißen!

Schweigen, das war auch schon 1933 weißer, deutscher Alltag…

BREAK THE SILENCE!!!       OURY JALLOH: DAS WAR MORD!

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Pressemitteilung von reclaim society!

Studie zu Zwangverheiratung in Deutschland von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU)

11.11.2011

reclaim society! kritisiert die Art und Weise wie die aktuelle Studie zu Zwangsheiraten von  Kristina Schröder (CDU) aufgezogen wurde und insbesondere die mediale Fehlinterpretation von Spiegel Online (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,796673,00.html)

Die Datenerhebung der Studie ist stark anzuzweifeln, da nicht die Betroffenen selbst die Interviews gaben, sondern Berater_innen verschiedener Institutionen, vor allem die zur Religionszugehörigkeit, angaben. Es wird also eine Studie über Frauen verfasst, mit denen nicht direkt kommuniziert wurde. Das wird schon aus dem Untertitel der Studie “Anzahl und Analyse von Beratungsfällen” deutlich, der jegliche Repräsentativität ausschließt.

Frau Schöder schafft es hier erneut (wie bei der Debatte um die vermeintliche “Deutschenfeindlichkeit”) ein weißes, deutsches, christliches, aufgeklärtes “wir” zu konstruieren und Probleme dieser patriarchalen Gesellschaft (wie Sexismus und Gewalt gegen Frauen) als spezifisches Problem der “anderen”, vermeintlich muslimischen “Migrant_innen” darzustellen. So beweist die Studie “Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland” des selben Ministeriums, dass es sich bei der Problematik von Gewalt gegen Frauen sehr wohl um ein Problem aller sozioökonomischen Schichten und Religionen handelt. Dies wird in dem angegebenen Artikel völlig außer Acht gelassen.

Außerdem unterstellt Kristina Schröder den Frauen, die Opfer von erzwungener Eheschließung geworden sind, fehlende deutsche Sprachkenntnisse zu haben. Mit diesen hätten die Frauen den Schlüssel zu einem “selbstbestimmten, im wahrsten Sinne des Wortes ungezwungenen Leben jenseits elterlicher Bevormundung”. Damit spricht sie nicht nur den “Migrant_innen” ihre Selbstbestimmung ab, sondern behauptet gleichzeitig, dass allein Deutsch sprechen vor Gewalt schützen würde. Hier wird impliziert, dass ‘deutsche’ Frauen emanzipiert seien, während Muslima unterdrückt werden-ohne zu erwähnen, dass 96% aller Muslima in Deutschland fließend deutsch sprechen.

Die Medienresonanz auf die Studie und Frau Schröders Reaktion darauf ist von rassistischen Klischees durchzogen; es wird verallgemeinernd von “Migrantinnen” oder “Migrantenfamilien” gesprochen. Zudem werden Bilder verwendet, auf denen Frauen mit einem Hijab unmündig und objektiviert dargestellt werden. Ein Fokus auf die individuellen Gesichter dieser Frauen fehlt gänzlich. Dabei wird ausgeblendet, dass auch feministische Muslima aus identitätspolitischen und antirassistischen Gründen ein Hijab tragen.

Wir fordern eine klare öffentliche Entschuldigung für die rassistische Reproduktion von Stereotypen, sowie die Rücknahme der Studie aufgrund der unwissenschaftlichen, ungenauen und deshalb nicht repräsentativen Datenerhebung. Vor allem aber fordern wir von allen Journalist_innen eine rassismusfreie und sensibilisierte Auseinandersetzung mit den beschriebenen Themen.

reclaim society! solidarisiert sich mit allen Opfern sexistischer, rassistischer, menschenverachtender psychischer und physischer Gewalt. Wir dulden den rasstischen Grundtenor in dieser rechts-konservativ geprägten Gesellschaft nicht und werden zu solchen Dreistigkeiten nicht schweigen.

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Reclaim Education! Bildungsstreik am 17.11.2011

Die nächste Runde des Bildungssteiks findet seinen vorläufigen Höhepunkt (oder Anfang?!) in bundesweiten Demonstrationen am 17.11. Wir unterstützen die Forderungen und fügen ihnen noch die folgen hinzu:

(Hier in Flyer-Form (DinA5, Doppelseitig zur Vervielfältigung!!!)

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No Border Tagebuch

Unter dem neuen Punkt ‘Berichte’ findet ihr ab sofort eine Reportage, die Eindrücke vom No Border Camp 2011 in bulgarien aus Sicht von Reclaimer_innen zusammenfasst. Viel Vergnügen und Denkanstöße beim Lesen!

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05.-07.08. *Reclaim Society auf dem zwischenraum-festival 2011

Vom 05. bis 08.07. ist reclaim society aktiv auf dem zwischenraum-festival 2011 vertreten. Die ehemalige Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in der Provinzstraße 40-44 an der S-Bahn-Station Schönholz wird über das erste Augustwochenende ein Raum, der nur darauf wartet, künstlerische wie politische Betätigung zu ermöglichen. Wir werden uns Letzterem mit einem workshop zu Rassismus und kreativem Widerstand dagegen widmen, den wir schon jetzt besonders den ‘weißen’ Gästen des Festivals ans Herz legen wollen.

Darüber hinaus wird es viel Musik, Theater, Kunstaktionen und weitere workshops in den alten Gemäuern als auch im Außenbereich geben. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Für weitere Informationen: http://www.zwischenraum-festival.de/

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13.07. *„Sometimes people try to destroy you, precisely because they recognize your power…“ – weiße Räume und Widerstand*

Zu unserer letzten Veranstaltung unternahmen zwei Vertreter_innen
unserer Gruppe noch einmal den Versuch, den drei titelgebenden Begriffen
„Rassismus“, „Postkolonialismus“ und „kritisches weißsein“ in einem
Überblicksvortrag gerecht zu werden.

Zu Beginn stellten sie die Frage, warum die Menschen im Publikum
überhaupt im Raum seien; mit einigen Begriffsdefinitionen, Einführungen
in Konzepte und Einsatz multimedialer Mittel veranschaulichten sie
mögliche Antworten.

Dabei zeigten sie, wie sich Rassismus von der Vergangenheit des
Kolonialismus bis in die Gegenwart unseres Alltag zieht und die
Gesellschaft (in Deutschland) mitbestimmt. Um die tragende Struktur
dieses alltäglichen Rassismus zu verstehen, erläuterten sie das Modell
weißsein. Zum Schluss präsentierten sie Formen des Widerstands gegen
Rassismus aus POC-, weißer und gemeinsamer Perspektive.

Im Anschluss stellten Chu Eben von refugees emancipation und Betty
Ngeari von Women in Exile die Arbeit ihrer Initiativen vor.

Eben sprach dabei über die Schwierigkeiten, das Konzept seiner
Organisation, Internetcafés in sog. Asylbewerberheimen einzurichten. Er
betonte auch die negative Rolle, die u.a. Studierende der Uni Potsdam
mit ihrem paternalistischem Verhalten in der Anfangszeit der
Organisation spielten.

Betty Ngeari erzählte von den Anstrengungen der Women in Exile,
geflüchtete Frauen zu unterstützen. Sie sprach weiterhin von dem
täglichen Rassismus und Sexismus, dem besonders Schwarze Frauen ausgesetzt sind und wie dies oft von Menschen hier begattelisiert wird.

Wir danken allen Referierenden und allen Teilnehmenden an der Reihe für
Zeit, Wissen und Energie, die sie mit uns geteilt haben und hoffen,
den_die ein_e oder andere_n zu einer anderen Gelegenheit wiederzusehen!

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