Solidarität ist eine Waffe gegen ihre Repression… rs! zum Protestmarsch geflüchteter Menschen von Würzburg nach Berlin

 

liebe brüder* und schwestern*, liebe freund_innen,

liebe unterstützer_innen, liebe genoss_innen…

***

… immer dort wo menschen unterdrückung erleben

immer dort wo menschen unmenschliches angetan wird …

wird sich auch immer widerstand regen

widerstand der im kleinen anfängt und sich dann langsam zu widerständigen bewegungen formt…

***

seit dem 08. september läuft eine gruppe geflüchteter menschen und unterstützer_innen durch verschiedene städte und dörfer süd- und ostdeutschlands um auf den institutionellen und alltäglichen rassimus in der /brd/ aufmerksam zu machen. ein weiterer teil der protestierenden fährt parallel zum marsch mit einem bus durch west- und nord/deutschland/.

***

für weitere infos zu den gerade stattfindenden aktionen:

http://refugeebusprotest.wordpress.com/

http://www.refugeetentaction.net/

http://thecaravan.org/node/3390

***

reclaim society! solidarisiert sich mit dem protestmarsch geflüchteter menschen und unterstützer_innen von würzburg nach berlin.

***

wir glauben nicht an grenzen.

wir respektieren ihre rassistischen institutionen nicht.

***

gemeinsam sind wir stärker als ihr hass,

als ihre panzer,

als ihre gesetze.

***

no border.

no /white/ nation.

fight deportation.

******

reclaim society!

**********************************************

Videoberichte vom Marsch:

1. http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=32348

2. http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=32561

3. http://vimeo.com/49116954

4. http://vimeo.com/49259429

5. http://vimeo.com/49399119

**********************************************

„Erklärung der streikenden Flüchtlinge“ vom 18.09.12:

Wir kämpfen für die Verwirklichung einer auf Gerechtigkeit und Freiheit basierten Welt Wir, die streikenden und protestierenden Flüchtlinge in Deutschland, die einen 6-monatigen Kampf hinter sich haben, und uns aktuell in einem Protestmarsch von mehreren Hundert Kilometern befinden, geben bekannt:

1- Wir werden Abschiebungen abschaffen, weil wir überzeugt sind, dass derLebensort eines Menschen allein auf seinem individuellen Willen und seiner individuellen Entscheidung beruht und nicht auf die politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse der Mächte, die Freiheitund Gerechtigkeit in ihren internationalen Schaufenster täglich zur Schau stellen.

2- Wir durchbrachen den eingekreisten Bewegungsradius der Residenzpflichtund unterlassen keine Tat, um ihn praktisch abzuschaffen, weil wir überzeugt sind, dass Bewegungsfreiheit eine der elementarsten Menschenrechte ist.

3- Wir verweigern das erzwungene Leben in den Isolationslagern fürFlüchtlinge und die Philosophie einer solchen elenden Erfindung. Das erzwungeneLeben in den Isolationslagern gleicht Folter. Wir können nicht mehr Zeugeder tragischen Folgen vom Leben der Menschen in solchen Unterkünften sein. Wir setzen einen Endpunkt hinter Unterdrückung und deutlicher Ungleichheit.

Heute ist wieder ein beschämender und schändlicher Tag für die Politiker_innen Deutschlands. Am Dienstag, den 18.9.2012 flog ein weiteres Flugzeug vom Düsseldorfer Flughafen ab, um unter Ausschluss von Presse und Öffentlichkeit Menschen gegen ihren Willen und ihre Entscheidung zu einem anderen Ort zu bringen. Es geschah eine weitere Massenabschiebung, die wiedermal allen zeigt, dass die Politik auf den Gängen deutscher Parlamentedurch politisch-wirtschaftliche Absprachen der Mächtigen entschieden wirdund die Trennung von Menschen in „Ausländer_innen“ und „Inländer_innen“ ,in„Bürger_innen“ und „Nicht-Bürger_innen“ nach wie vor das Herzstück despolitischen Handelns der Politiker_innen bildet. Deshalb sind ihre inhaltslosen Parolen von Gerechtigkeit und Freiheit in internationalen Versammlungen für uns unerträglich anzuhören. Nein, dies ist kein Ersuchen. Wir hegen keine Hoffnung, von euch Politiker_innen, von euren geschlossenen Augenund tauben Ohren gesehen oder gehört zu werden. Im Gegenteil diese paar Zeilen sind die Bekanntgabe des aufrechten Willens der Flüchtlinge, die nicht mehr willig sind, mittels unmenschlichen Gesetzen vernichtet zu werden. Die Realisierung der obigen drei Paragraphen soll keine Gnade aus Menschenliebe, sondern ein Muss der menschlichen Gesellschaften im einundzwanzigsten Jahrhundert sein. Wir brachten alles, was wir hatten in einemsechsmonatigem Kampf auf die Straße, um dies zu veranschaulichen. Auf die Straße weil dies der Ort ist, an dem sich unterdrückteKörper zusammenschließen um sich Freiheit und Gerechtigkeit selbstwieder anzueignen, denn Politik gehört den Menschen selbst und nicht Politiker_innen. Wir, die protestierenden und streikenden Flüchtlinge werden die Abschiebungen abschaffen und lassen nicht zu, dass Flüchtlinge durch die deutsche Regierung in ein ungewisses Schicksal geschickt werden. Um den dunklen Schatten von Abschiebung und Exil aus unseren Alpträumen loszuwerden, gibt es keinen anderenWeg als den bedingungslosen Kampf.

18. September 2012

Das Koordinationskomitee der streikenden und protestierenden Flüchtlinge in Deutschland

http://www.refugeetentaction.net/

**********************************************

Internetseiten der Protestcamps in den verschiedenen Städten:

1. Aub: http://asylaub.wordpress.com/

2. Bamberg:http://www.facebook.com/pages/Fl%C3%BCchtlinge-Bayerns_Bamberg/485196774829887

3. Berlin: http://asylstrikeberlin.wordpress.com/

4. Dusseldorf: http://refugee-resist-duesseldorf.de/

5. Nürnberg: http://strikenuernberg.wordpress.com/

6. Passau: http://protestcamppassau.wordpress.com/

7. Regensburg: http://strikeregensburg.wordpress.com/

8. Würzburg: http://gustreik.blogsport.eu/

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s