Solidaritätsaufruf – “Straßennamen als Wegweiser für eine postkoloniale Erinnerung” (K.Aikins, R.Hoppe)

Liebe Autorinnen & Autoren – eure Solidarität ist gefragt !

In dem vergangenes Jahr im Unrast Verlag erschienenen von Susan Arndt
und Nadja Ofuatey-Alazard herausgegebenen Buch “Wie Rassismus aus
Wörtern spricht” [3] schreiben Rosa Hoppe und Kwesi Aikins in dem
lesenswerten Artikel “Straßennamen als Wegweiser für eine
postkoloniale Erinnerung” über historische und gegenwärtige
Bedeutungen von kolonialen Straßennamen, machen auf politische und
wissenschaftliche Dimensionen von postkolonialer Erinnerung aufmerksam
und beleuchten dabei auch Aspekte individueller Verantwortung.

In einer Fußnote verweisen sie dabei auf eine wissenschaftliche
Expertise, die zur Beibehaltung des Straßennamens “Mohrenstraße” in
Berlin-Mitte herangezogen wurde. In diesem Zusammenhang kam es zu einer
gerichtlichen Auseinandersetzung um einige im Rahmen der
bezirkspolitischen Anhörung zur Umbenennung getätigte Aussagen. In der
Fußnote beschreiben sie den Ausgang dieses Verfahrens. Daraufhin wurden
sie vom Verfasser dieser Expertise verklagt, 3 Aussagen aus dieser
Fußnote nicht weiter treffen zu dürfen.

Das Gericht hat jedoch zwei der in dem Artikel dargelegten Perspektiven
bestätigt. In dem dritten Klagepunkt jedoch hat das Gericht gegen die
beiden Autorinnen entschieden, woraus ihnen Kosten von knapp 2.000 Euro
entstehen.

Zudem muss die entsprechende Formulierung in einer zweiten Auflage des
Buches zensiert werden.

Wir bitten nun – im Namen der beiden – um eure Solidarität und bieten
euch an, das inkriminierte Buch (noch in der unzensierten Fassung!) als
“Solibestellung Rassismuswörterbuch” unter Verzicht auf den euch
zustehenden Autor_innenrabatt zum Solipreis von 29.80 Euro (zzgl. 2 Euro
Versandkosten) zu bestellen. 50% davon werden wir direkt zur
Prozesshilfe verwenden.

Informiert eure Freund_innen, Kolleg_innen, legt das Buch bei euren
Veranstaltungen aus, verkauft es auf Büchertischen usw.! So werden wir
die Prozesskosten zusammenbringen!

Diejenigen, die unsere Autor_innen direkt finanziell unterstützen
können, mögen bitte auf das eingerichtete Solikonto spenden
(Spendenbescheinigung möglich). Wir sind für jede Summe dankbar!

Empfänger: Berlin Postkolonial e.V.
Konto-Nummer: 2041219001
BLZ: 10090000
Berliner Volksbank
Verwendungszweck: “Prozesskosten”

Außerdem laden wir alle zu unserer Soli-Veranstaltung im September ein.
Im Rahmen der internationalen “Decolonize the City”-Konferenz, die vom
20. bis zum 23. September in Berlin stattfinden wird, werden wir am
Sonntag, den 23.9. zwischen 14 und 16 Uhr Gelegenheit haben, den Fall
mit Rosa Hoppe und Kwesi Aikins zu thematisieren, ggf. aus der
Urteilsbegründung und aus Artikeln des betreffenden Buches zu lesen.

Details zur Konferenz, auf der verschiedene Aspekte kolonialer Gegenwart
thematisiert werden findet ihr hier: http://www.decolonizethecity.de
[4]/

Wir danken euch für die verschiedenen Formen der solidarischen
Unterstützung! —

_UNRAST_ Verlag

Jörn Essig-Gutschmidt
(Pressekontakt & Werbung)

Postfach 8020
48043 Münster
Tel.: (0251) 6742305
Fax: (0251) 666120

http://www.unrast-verlag.de [5]

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